Zuletzt aktualisiert: 02.07.2017

Geschichte

Geschichte des Jiu Jitsu

Hier nun ein kleiner Auszug der Geschichte des Jiu Jitsu.

Jiu Jitsu (gesprochen [dschiu dschitsu]) ist Japanisch und bedeutet wörtlich "Die sanfte Kunst" oder "Die Kunst des Nachgebens". Es beschreibt eine Kampfkunst, die von den Samurai, den Kriegern des feudalen Japans, entwickelt wurde, um bewaffnete und gerüstete Gegner ohne den Einsatz von Waffen töten oder kampfunfähig machen zu können.

Die Wurzeln des Jiu Jitsu gehen bis auf die Muromachi ära (1333-1573) zurück und wurde unter vielen verschiedenen Namen, darunter Kumiuchi (oder , "Ringen"), Taijutsu (,"Körpertechniken"), Wajutsu (, "Die Kunst der Harmonie"), Torite (, "Die greifende Hand") und 1724 sogar als Judo (, "Der sanfte Weg") gelehrt, noch bevor Großmeister Jigoro Kano diesen Begriff zweihundert Jahre später mit der Einführung des Kodokan Judo, wie wir es heute kennen, neu prägte.

Aus dieser Ursprungsart des Jiu Jitsu entwickelten sich im Lauf der Zeit viele verschiedene Stile, die alle ihren Fokus auf einen anderen Aspekt legen. Bekannte Beispiele dafür sind Karate (Mit Schwerpunkt auf Schläge und Tritte), Aikido (Gelenkhebel), Judo (Würfe und Haltegriffe) und Hapkido. Aber auch das Jiu Jitsu selbst machte einige Veränderungen durch. So geht es heutzutage zum Beispiel weniger darum, einen mit Schwert, Lanze oder ähnlich bewaffneten Gegner in schwerer Rüstung auf dem Schlachtfeld bezwingen zu können, wenn man sein Langschwert gerade nicht einsetzen kann, sondern eher, in alltäglicheren Situationen, als in einem mittelalterlichem Krieg, von Nutzen sein zu können.

Die Lesung "Jiu Jitsu" ist für die Zeichen etwas typisch Deutsches. Im Ausland spricht man meist von "Ju Jutsu", was einer moderneren Lesung entspricht. Außerdem entwickelte sich hier auch eine neue Art des Jiu Jitsu, die man "zur besseren Abgrenzung vom traditionellen Jiu Jitsu" dann als "Ju Jutsu" führte. Dessen Techniken unterscheiden sich in einigen Aspekten stark vom traditionellen Jiu Jitsu.

Das "deutsche Jiu Jitsu" ist eng mit dem Namen des Großmeisters Erich Rahn verbunden, der 1906 im Alter von 21 Jahren die erste Jiu Jitsu Schule im Hinterzimmer einer Berliner Kneipe eröffnete, nachdem er als Kind in einem Zirkus Zeuge wurde wie der Japaner Higashi scheinbar übermächtige Gegner im Kampf leicht bezwang, und sein Schüler wurde. Dabei legte er den Fokus deutlich mehr auf die Techniken der Selbstverteidigung und wurde nur sieben Jahre später der Offizielle Lehrer der Preußischen Polizei.

Auch heute noch lernen Polizisten Techniken des Jiu Jitsu, während sich das Jiu Jitsu selbst immer wieder an die Eigenarten der Zeit anpasst.

Philipp Seufert, B.A.
Die Sanfte Kunst...


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